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20. August 2010

Regeln und Tipps,  die das ganze Leben maßgeblich beeinflussen .

Man will ja nur das Beste für die Kleinen und sicher gibt es hunderte gute Tipps und Tricks, wie eine angemessene, gesunde Ernährung für sie auszusehen hat.

Ich möchte  an dieser Stelle vorerst nur Tipps anführen, die  speziell mit den Kohlenhydraten in Verbindung stehen  – meine Devise dabei  lautet:  Schritt für Schritt!  Stellt man alle bisherigen Ernährungsgewohnheiten sofort auf den Kopf, dann kann man sich auch gleich auf den Protest der Kleinen gefasst machen.

Eins steht fest, die Kost muss energiereich sein, da der Grundenergiebedarf  hoch ist und bis zum ca. 18. Lebensjahr steigt. Das bedeutet aber keinesfalls, dass wir den Kindern diese Energie in Form von zuckerhaltigen  Lebensmitteln verabreichen müssen – ganz im Gegenteil. Kohlenhydrate, die zu den sogenannten„ Dickmacherkohlenhydraten“ zählen,  (wie Süßigkeiten, Kuchen, Cornflakes, Pommes frites…) sollte man  auf ein Minimum reduzieren.  Alle Lebensmittel , die mit einer Glykämischen  Last von mehr als 15 bewertet werden, gehören in diese Kategorie.

Ich kann die ersten Einwände förmlich hören, keine Süßigkeiten etc.  – wie soll denn das funktionieren.

  • Diese “ Lebensmittel“ , haben für den Körper keine besondere Wertigkeit. Die folgende schnelle Erhöhung des Blutzuckerspiegels bewirkt einen Energieschub bei den Kindern – kein Wunder, wenn sich der kleine Hansi plötzlich in den aufgedrehten, kaum zu bändigenden „Lausbub“ Franz verwandelt!
  • Nach dem Abfall des Blutzuckerspiegels folgt Müdigkeit, der Körper verlangt erneut nach einem Zuckerschub. Franzi will dann mehr von dem Zeug – wie soll es anders sein!
  • Viele Erwachsene belohnen Kinder mit Süßigkeiten. Kinder lernen hiermit  ein völlig falsches Belohnungssystem und Essen erhält  einen falschen Stellenwert.

Kinder erwarten und wünschen sich Lob und Anerkennung, diese sollte aber keinesfalls durch Schokolade und Süßigkeiten ausgedrückt werden. Anerkennung und ein gutes Gefühl kann von den Eltern auch durch Worte und Gesten wunderschön und ausreichend ausgedrückt werden.

Bei häufiger Zuwendung über Süßem lernen wir den Kindern, dass sie sich durch Essen ein gutes Gefühl verschaffen können. Dieses Phänomen kennt auch fast jeder Erwachsene – bei Sorgen, Problemen etc. greifen wir gerne zu Süßem, ganz einfach um ein gutes Gefühl zu erhalten.

  • Wenn es ab und zu Ausnahmen gibt, so sollten diese klar kommuniziert werden und von der zeitlichen Komponente her nicht täglich gemacht werden. Beispielsweise  gibt’s dann am Sonntagnachmittag  für den Franzi nach dem Fußballmatch den  leckeren Kuchen, den er sich von der Mama gewünscht hat.
  • Anstelle von Beilagen, die zu den Dickmacherkohlenhydraten zählen, sollte man sich auf mehr Gemüsebeilagen  und Salat konzentrieren. Sättigungsbeilagen sind von der Menge her unbedingt gering  zu halten. Anstelle von weißem,  geschältem Reis  kann man wunderbar Naturreis verwenden, gleiches gilt für gedämpfte Kartoffeln anstelle von Kartoffelpüree.

Eltern haben meines Erachtens eine  Verpflichtung , vorausdenkend  im Sinne der Gesundheit ihrer Kinder in Bezug auf deren Ernährung Grundsatzentscheidungen zu treffen und entsprechende Grundregeln zu vereinbaren. Ich glaube,  kein Elternteil will und soll sich später den Vorwurf machen lassen müssen, an den gesundheitlichen Problemen seines  Kindes Mitschuld zu sein.

Als kleiner Gedankenanstoß sei  folgender Sachverhalt angemerkt:

Die Fettmasse von Kindern entwickelt sich in unregelmäßigen Rhythmen. Bis zum 1. Lebensjahr ist eine starke Vergrößerung zu beobachten, der sogenannte Babyspeck.

Da Kinder bis zum 5. Lebensjahr normalerweise schneller wachsen als  zunehmen, sinkt der Fettanteil wieder. Ab dem 6. Lebensjahr setzt der sogenannte Adipositas-Rebound-Effekt ein, d. h. der Fettmassenanteil nimmt wieder zu (Fettzellenbildung und Auffüllung). Tritt nun dieser Adipositas-Rebound Effekt früher ein, (z.B. durch ungesunde Ernährung) ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Fettleibigkeit auch im Erwachsenenalter bestehen bleibt, deutlich erhöht.

Zum besseren Verständnis einige  Beispiele:

  Fall 1 Fall 2 Fall 3 Fall 4
1.Lebensjahr Übergewicht Übergewicht Normalgewicht Normalgewicht
Adipositas-Rebound-Effekt vorzeitig (4 Jahre) spät (8 Jahre) vorzeitig (5 Jahre) spät (8 Jahre)
Prognose bleibt übergewichtig wird normalgewichtig wird übergewichtig bleibt normalgewichtig

Generell ist es nicht so leicht  festzustellen, ob Kinder übergewichtig sind, da sich ihre  Größe schnell ändern kann.

Bis 10 Perzentil                       Untergewicht

10 – 90 Perzentil                    Normalgewicht

90 – 97 Perzentil                    Übergewicht

97 – 99 Perzentil                    Fettleibigkeit

Bsp.: Franzi, 6 Jahre, wiegt 20 kg bei einer Größe von 1,14 cm

20:1,14²= 15,39 Perzentil (Normalgewicht)

Fazit:   Um ihrem Kind ein richtiges Ernährungsbewusstsein anzuerziehen, bedarf es einer gewissen Konsequenz und einer natürlichen Vorbildwirkung. Dabei wird sicherlich auch der eine oder andere Machtkampf mit dem Kind auszutragen sein.

Aber im Vergleich zum Kampf gegen Übergewicht und Erkrankungen im Erwachsenen alter ist dies unbedeutend und jede Anstrengung wert.

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Barbara Hörl

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