Die Herausforderung ist groß. Eine Speisekarte entwickeln, die ganz ohne Geschmacksverstärker und unliebsamen Zusatzstoffe auskommt. Was für die Hausfrau daheim ein Kinderspiel ist, stellt sich an vorderster gastronomischer Front als gar nicht so einfach heraus. Schließlich soll der Gast ja auch schnell bedient werden, das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behalten werden und richtig gut schmecken soll es auch. Dazu treffen wir uns bei Gerald Kienesberger in der Großküche im Schloss Mondsee. Denn in der zukünftigen PURE Küche regiert derzeit noch der Bautrupp.

Wir, das sind Martina, unsere neue „Perle“ und Restaurantleiterin, Koch Milan, Gerald und ich. Schon beim Austüfteln des optimalen PURE Salatdressings gehen die Meinungen auseinander. „Alles gut“, finde ich, aber Gerald meint man müsse sich entscheiden. Danach geht’s an die Soßen für die Wok- und Teppanyaki Gerichte. Noch schwieriger, denn nahezu alle asiatischen Würzsoßen und –mischungen strotzen vor Geschmacksverstärkern. Aber wir bekommen es hin. Die milde Sojasoße und die feurig-scharfe Variante sind schon „abgesegnet“. Beim Thai-Curry müssen wir zunächst eine derbe Niederlage einstecken und die erste Variante landet im Abguss. Aber wir geben nicht auf und letzten Endes schaffen wir es Genuss und Gesundheit in einer Soße zu vereinen. JUHU!

Ach ja, dass Nudeln sich als denkbar unpraktische Lebensmittel in so einer Küche herausstellen, hätte ich auch nicht gedacht. „Wenn eine Nudel 10 Minuten kochen muss, dauert es für den Gast zu lang.“, klärt mich Gerald auf und rechnet mir jede Minute des Bestell- und Produktionsvorgangs vor. Aha. Wieder etwas gelernt. Wir steigen auf Frischnudeln um, die brauchen nur drei Minuten…
Parallel zum Kochgeschehen tippe ich die Soßen in den PC, denn hinterher sollen die Gerichte jedes Mal gleich schmecken. Als es zum Prosecco-Verkosten geht, muss ich mich ausklinken. Nach zwei Wochen strenger Phase von metabolic balance würde mich der erste Schluck gleich niederstrecken, befürchte ich und verzichte.

Übrigens, am 4.Oktober geht’s los.

Da startet der Probebetrieb vom PURE Restaurant in Mondsee. „Meine“ Speisekarte kommt dann erst eine Woche später zum Einsatz. Wer nichts wird, wird Wirt. Das musste ich mir natürlich jetzt schon oft anhören. Macht nichts, denn wenn ich so die PURE LIFE Philosophie in die Welt tragen kann, nehm ich das gern in Kauf.

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