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Vibration is life

Vielen Dank für den tollen Artikel, der von meinem Gastautor Hannes Rottenspacher, selbst Physiotherapeut im IGIA Ambulatorium in der Aignerstraße / Salzburg geschrieben wurde.

“Vibrate your Body and make it well, you have no right to be sick” -> Mit diesem Slogan warb ein Wissenschafter bereits 1910 in einer Ausgabe des berühmten Fachblattes “DerSpiegel”. Anno dazumals war jedoch die Wirkung von oszillierenden Vibrationen noch nicht geklärt. Man erkannte zwar, dass ein positiver Effekt erzielt werden kann, jedoch wie genau dieser aussah, darüber konnten keine Angaben gemacht werden.

Zur Wirkung des Vibrationstrainings gibt es mittlerweile zahlreiche Studien. Abhängig von der Frequenz haben Vibrationen zum Beispiel einen positiven Einfluss auf die Haltung, also das posturale System, wodurch sie sehr oft bei Rückenproblematiken eingesetzt werden. Auch im Leistungssport verwendet man das Vibrationstraining zum Muskelaufbau. Sehr häufig wird es aber vor allem bei Osteoporose, also Knochenschwund und bei Inkontinenzproblemen zur Stärkung des Beckenbodens eingesetzt. Sehr erfolgreich ist diese Methode auch im Bereich Schlaganfall- und Parkinson -Rehabilitation  zur Verbesserung des Gleichgewichts. Auch hier konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Die Frage die sich hier jetzt stellt, lautet, wie wirkt eigentlich so ein Training auf unseren Körper??

Meistens handelt es sich beim Vibrationstraining um eine vibrierende Wippe mit unterschiedlich einstellbaren Frequenzen. Der Frequenzbereich liegt zwischen 0 und 30Htz, wobei man hier das jeweilige Trainingsziel berücksichtigen muss. Niedrige Frequenzen sollen das posturale System anregen, aber auch die Propriozeption, Balance und generell die Durchblutung kann positiv beeinflusst werden. Durch Vibrationen mit höheren Frequenzen sollen Dehnreflexe ausgelöst und somit Muskelkontraktionen hervorgerufen werden, welche die Leistungsfähigkeit der Muskulatur (hauptsächlich Typ II Fasern (FT-Faser), auch „schnelle Muskulatur“ genannt) steigern und dem Knochenabbau entgegenwirken sollen. Aber auch chronische Rückenbeschwerden können damit stimuliert werden. Vibrationstrainingsgeräte sollen am Knochen zu leichten elastischen Verformungen führen und sein Wachstum stimulieren, wodurch sehr elegant und effektiv dem Krankheitsbild der Ospeoporose entgegengewirkt werden kann.

Auch im VitaClub Alpenstraße wird Vibrationstraining mittlerweile sehr erfolgreich angeboten. Unterstützend zur physiotherapeutischen Rehabilitation im IGIA Ambulatorium für Physiotherapie in der Aignerstraße kann also eine optimale Rehabilitation eines Patienten erreicht werden.

Vor allem bei sturzgefährdeten Patienten setzt man in der Physiotherapie vermehrt auf diese Form des Trainings. Es ist nachgewiesen, dass bereits nach einigen Minuten Ganzkörpervibration, auch Whole Body Vibration, die Effizienz der Physiotherapie erheblich gesteigert werden kann.

Hannes Rottenspacher

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GEN-ial verändert oder genetischer Wahnsinn?

Tomate

Gen-Food unter der Lupe

Um es gleich vorweg zu sagen. Das Risiko in Österreich mit gentechnisch veränderten Organismen –abgekürzt spricht man stets von GVOs– konfrontiert zu sein, ist relativ gering. Österreich spricht sich schon seit Jahren gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen aus und kann ein Anbauverbot seit neuestem auch EU-konform durchsetzen. Auch sämtliche größeren Handelsketten lehnen Gen-Food jeder Art ab – auch die seitens der EU bereits genehmigten Produkte. Und das sind auf den ersten Blick gar nicht einmal so viel. Eine bestimmte Maissorte (der sog. BT-Mais), Baumwolle, Soja, Raps und seit neuestem auch eine Kartoffelsorte mit dem klingenden Namen Amflora. Die Gen-Tomate bleibt vorerst verboten, genauso wie der Gen-Lachs, der jedoch in den USA kurz vor der Zulassung steht.

Problematik Kennzeichnungspflicht

Wie immer liegt die Tücke auch hier im Detail. Genaugenommen in der so genannten Kennzeichnungspflicht. Denn die trifft alle GVOs gleichermaßen. Oder sagen wir einmal fast alle. Denn einiges wurde von der Pflicht zur Information ausgenommen. Da wären einmal Produkte, die mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen (z.B. Lactobazillen) herstellt werden. Man denke z.B. an bestimmte Süßungsmittel, wie Aspartam. Futtermittel müssen dagegen genauso gekennzeichnet sein, wie Lebensmittel. Fleisch von Tieren, die mit GVOs gefüttert wurden allerdings nicht. Auch die Biene, die verbotenerweise etwas von der benachbarten Gen-Mais-Blüte genascht hat, muss keine Meldung machen. Ihr Honig muss keinen Hinweis enthalten. Enthält ein Produkt weniger als 0,9% GVOs entfällt die Kennzeichnungspflicht ebenfalls. „Kennzeichnungsfrei“ heißt also nicht immer gentechnikfrei. Zugegeben, die Mengen, um die es sich hier handelt, sind in der Regel gering. Doch es geht ja vielmehr um die Information. Schließlich will man wissen, was man isst.

Wo sind die Vorteile der grünen Gentechnik?

Gerechterweise müssen wir auch auf die Vorteile der grünen Gentechnik blicken. Was passiert also genau, wenn Pflanzen gentechnisch verändert werden? Das Erbgut eines jeden Lebewesens ist in der DNA festgelegt. Das betrifft bei der Tomate beispielsweise Farbe, Größe oder Festigkeit. Oder eben gewisse Eigenschaften, z.B. die Fähigkeit nachzureifen und dadurch schnell „matschig“ zu werden. Eine gentechnische Veränderung ist immer ein Eingriff in die DNA. Entweder ein bestimmtes Element wird dabei einfach entfernt („matschig zu werden“) oder es werden Teile der DNA ausgetauscht, wie beim BT-Mais. Dem schädlingsgeplagten Mais (die Attacken des sog. Maiszünglers kosten allein in Deutschland jährlich ca. 12 Millionen Euro) wird eine Resistenz gegen den unliebsamen Zeitgenossen eingebaut. Die Vorzüge liegen auf der Hand: der Einsatz von Pestiziden kann drastisch gesenkt werden. Über 90% des amerikanischen Soja ist daher schon gentechnisch verändert.

Langzeitfolgen?

Österreich wird auch in den nächsten Jahren wohl mehr oder weniger gentechnikfrei bleiben. Und das ist auch gut so. Es gibt zwar keinerlei Beweise, dass die zugelassenen GVOs gesundheitsschädlich wären, aber langfristige Folgen kann heute noch keiner wirklich abschätzen. Ich denke man muss hier in GENerationen denken. Erst 1996 wurde die erste gentechnisch veränderte Pflanze angebaut. 14 Jahre sind zu kurz für tiefreichende Erfahrungswerte. Vielleicht ermöglicht die Gentechnik einmal die Versorgung aller Menschen mit Nahrung, vielleicht ist sie aber auch der Anfang vom Ende. Wir wissen es nicht. Doch eines weiß ich mit Sicherheit. Ich bin froh, dass man in Österreich zumindest nicht als Versuchskaninchen herhalten muss.

Interessante Literatur / Links:

www.transgens.de

www.bmelv.ev (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Deutschland)

www.umweltbundesamt.at

Was ist eigentlich Physiotherapie genau?

Teil 1: Überblick über das Behandlungsspektrum der Physiotherapie

Wer und vor Allem warum braucht man Physiotherapie?

Viele Leute brauchen Physiotherapie, wissen aber nicht was das überhaupt ist. Und viele Menschen wissen gar nicht, dass man ihre Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen mit Hilfe der Physiotherapie behandeln kann. Ich versuche in diesem Artikel aufzuklären, was das Tätigkeitsfeld eines Physiotherapeuten ist und welche Aufgaben zu seiner Arbeit zählen. In den weiteren Teilen werde ich dann genauer auf die einzelnen Behandlungen eingehen, zeige so genannte Indikationen (wann soll man diese Therapie machen), Wirkungsweisen und Behandlungsabläufe.

Physiotherapie wird oft mit den „alten“ Begriffen Heilgymnastik / Krankengymnastik in Verbindung gebracht, woraus viele Patienten schließen, dass man zur Gymnastikstunde geht. Viel schlimmer ist aber, dass Physiotherapie oft mit Massage gleichgesetzt wird, welche eigentlich nur ein ganz kleiner Teil der Ausblidung zum Physiotherapeuten ausmacht. Die Ausbildung umfasst in den 2.900 Stunden theoretischen und 1.600 Stunden praktischen Unterrich sehr viele Gebiete auch aus den medizinischen Bereichen, wie:

  • Anatomie des Bewegungsapparates mit Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen
  • Innere Anatomie mit sämtlichen Organen
  • Neuroanatomie mit sämtlichen Nervenverläufen / -verbindungen und Aufbau / Funktion des Gehirns
  • Physiologie (Lehre der physikalischen, biochemischen und informationsverarbeitenden Funktionen)
  • Sämtliche Krankheitsbilder und ärztliche Behandlungsformen aus Chirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Neurologie, Innere Medizin, Kardiologie, Pädiatrie (Kinderheilkunde), Gynäkologie (Schwangerschaft) und Geriatrie (Altersheilkunde)
  • Physiotherapeutische Behandlungsformen mit manueller Therapie (Therapie der Gelenke), Massage, Lymphdrainage, Dehnung und Lockerung der Muskulatur, Bewegungserziehung, Bewegungs- und Trainingslehre, Gang- und Haltungsschulung, Entspannungsübungen, Trocken- und Wassergymnastik, Elektrotherapie, Hydrotherapie, Wärme- und Kälteanwendungen, Prävention und Rehabilitation.
  • Anwendung der physiotherapeutischen Behandlungsformen auf die verschiedenen Krankheitsbilder
  • Befunderhebung zur exakten Bestimmung des zu behandelnden Bereichs und zur Auswahl der korrekten Technik mit richtiger Dosierung

Physiotherapie ist die Wiederherstellung der physiologischen Beweglichkeit (Gelenke, Sehnen, Muskeln oder Nerven), die Rehabilitation nach Unfällen in das Alltagsleben, die Wieder- oder Neuerlernung eines physiologischen Bewegungsverhaltens und die Vorbeugung vor neuen Einschränkungen. Durch manuelle Techniken werden Beschwerden und Funktionseinschränkungen behoben, durch Bewusstwerden des Organismus wird die Eigenverantwortung im Umgang mit seinem Körper geschult. Ziel der Physiotherapie ist die Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Das Behandlungsspektrum geht von Verletzungen des Bewegungsapparates über Beweglichkeitseinschränkungen und Störungen des Nervensystems, bis hin zu Schulungen für physiologische Haltung und Bewegung.

Die Krankheitsfelder, die physiotherapeutisch behandelt werden können, sind innere Erkrankungenorthopädische Erkrankungen (Herzinfarkt, Diabetes, Lungenentzündung, COPD), (Fehlstellunge, Arthrose, Skoliose, Bandscheibenvorfällen), neurologische Erkrankungen (Polyneuropathie, Schlaganfall, Parkinson), traumatische Erkrankungen (Brüche, künstliche Gelenke, Amputationen, Risse, Narben), rheumatische Erkrankungen, Gynäkologie (Schwangerschaftsgymnastik, Rückbildungsgymnastik), Pädiatrie und Rehabilitation nach Unfällen. Oft kommen Erkrankungen aus Alltagssituationen, wie berufliche Fehlhaltungen, Berufskrankheiten, Fehl- oder Mangelbelastungen.

Eine Behandlung startet mit einer Befunderhebung, in der mit dem Patienten zusammen ein Überblick über seine Einschränkungen erstellt wird, die sinnvollen Therapieformen besprochen werden und der Zeitrahmen festgelegt wird. Die Therapie umfasst passive Behandlung auf der Behandlungsbank (Beweglichkeitsverbesserung der Gelenke, Auflockerung und Dehnung der Muskulatur, Behandlung von Narben, Lockerung von Bindegewebe), aktive Behandlung im Trainingsraum (Verbesserung der Stabilität, Muskelkräftigung, Beweglichkeitsverbesserung, Gleichgewichtsverbesserung) bis hin zu Eigenübungen für zu Hause (damit die Therapie nachhaltig wirken kann).

Zusätzlich zu den in der Grundausbildung erlernten Techniken bilden sich die Therapeuten ständig fort. Meist gehen Therapeuten 2-3 x im Jahr teils nur für ein Wochenende, teilweise für eine ganze Woche zur Weiterbildung. Dies ist einer der wichtigsten Bereiche für einen Physiotherapeuten. Es gibt wiederrum die verschiedensten Richtungen:

  • Verfestigung und Erweiterung des Wissen von schon erlernten Techniken (neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft)
  • Aneignung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Osteopathie (Cranio-Sakrale Therapie)
  • östliche Therapien (Akupunktmassage, Fußreflexzonenmassage, …)
  • Sporttherapie
  • Ernährung
  • Seit ein paar Jahren gibt es sogar die Möglichkeit sich mit einem Studium weiterzubilden um in die Forschung zu gehen

Physiotherapie ist also ein wichtiger Baustein im Bereich Gesundheit. Die Erfolge aus der Praxis und neueste wissenschaftliche Ergebnisse dokumentieren klar, dass Physiotherapie sehr sinnvoll und nützlich ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse für Physiotherapie wecken und würde mich freuen, wenn Sie einen meiner nächsten Beiträge weiter verfolgen. Die nächsten Themen dieser Serie werden sich dann tiefer mit der Materie beschäftigen. Dieser Artikel soll nur einen Überblick geben über das Behandlungsspektrum und die Vielfältigkeit der Physiotherapie. Wenn Sie jetzt der Meinung sind, etwas für Ihren Körper tun zu wollen, freue ich mich auf einen Besuch im IGIA Ambulatorium in der Aignerstraße in Salzburg. Dort erwarten Sie kompetente und freundliche Mitarbeiter, die versuchen Ihr Bestreben zu unterstützen.

Österreichische Leitlinien für gesundheitswirksame Bewegung

Die Dosis macht es aus …!

Was sagt uns die Dosis-Wirkungs-Beziehung und wie ist das ideale Verhältnis dafür in Sachen Bewegung!? Oder anders gesagt: Wie viel muss ich mich bewegen um Gesundheit durch Training zu erlangen und um auf meinen Körper vorbeugend positiven Einfluss zu nehmen?

Die Frage nach dem was, wie oft und wie intensiv Frau und Mann trainieren soll um gesund und fit zu werden oder auch zu bleiben, ist in den Fitnessstudios des vita clubs sicherlich eine der häufigst gestellten Fragen. Eine qualifizierte Antwort durch den Trainer ist ganz eindeutig abhängig vom Ziel, das die/der Kunde/in verfolgt. Besteht das Ziel aber in einem gesundheitsfördernden Training, so können wir sehr genau beschreiben, wie das MUSS an Bewegung aussieht um präventiv zu wirken.

Ganz aktuell wurden österreichische Empfehlungen für eine gesundheitswirksame Bewegung vom Bundeministerium für Gesundheit in Zusammenarbeit mit der BSO, der österr. Gesellschaft für Public Health, österr. Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention sowie der österr. Gesellschaft für Sportwissenschaft veröffentlicht. Die Erkenntnisse und Ergebnisse daraus lassen den einen jubeln und den nächsten wieder vermutlich verzweifeln…

Bereits Paracelsus (1493-1541) beschäftige sich vor allem in der Medizin mit den Prinzipien der Dosis-Wirkungs-Beziehung und  prägte schon früh den auch heute noch bekannten Grundsatz: „Dosis sola venenum facit“ (zu deutsch: „Allein die Menge macht das Gift“). Umgelegt auf gesundheitsfördernde Bewegung heißt dies, dass es vermutlich das Schlechteste ist nicht aktiv zu sein (siehe Abbildung unten nach Bouchard, 2001, S. 349 aus österr. Empfehlungen für gesundheitsfördernde Wirkung, 2010).

Grundsätzlich kann die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen körperlicher Aktivität und Gesundheit hyperbolisch (A), linear (B) oder exponentiell (C) dargestellt werden. Wer welcher Typ ist, lässt sich wohl nur durch Training heraus finden. Beim hyperbolischen Verlauf (A) wird angenommen, dass bereits eine geringe Dosis an Bewegung ausreicht, um einen bedeutsamen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen. Bei linear ansteigendem Verlauf (B) nimmt der Gesundheitsgewinn kontinuierlich mit der Höhe des Bewegungsumfangs zu. Bei exponentiellem Verlauf (C) wird ein bedeutender Gesundheitsnutzen erst bei einem hohen Wochenumfang erreicht.

Analysiert man die Literatur über den Zusammenhang der Dosis-Wirkung-Beziehung bei Erwachsenen und älteren Personen zeigt sich, dass sich ein großer Gesundheitsnutzen (zum Erhalt und zur Wiedererlangung) bei mindestens 150 Minuten Bewegung pro Woche bei mittlerer (z.B.: Nordic Walking) und hoher Intensität (Jogging & Laufen, Training an den Fitness Geräten) erreicht werden kann (siehe österreichische Empfehlungen für gesundheitsfördernde Wirkung, 2010). Vor allem der Benefit von regelmäßigem Krafttraining hinsichtlich Abnehmen und/oder der Verbesserung des funktionellen Status des Bewegungsapparates wird in den Leitlinien hervor gehoben.

Stellt sich nur noch die Frage wie man diesen Minimalumfang von 150 Minuten auf eine Woche verteilt. Verschiedenste Möglichkeiten bieten sich hier wieder an: Versucht man es praktisch täglich aktiv zu sein, so kann eine 5×30 Minuten Aufteilung sinnvoll sein. Schafft man es nur 2 mal zu trainieren, sollte ich zumindest 75 Minuten Trainingszeit aufweisen.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass mit einem Trainingsaufwand von insgesamt bis zu 300 Minuten wöchentlich an Trainingszeit die Wirkung wesentlich gesteigert werden kann.

Also verlieren wir keine Zeit mehr um vor dem PC gscheite Berichte zu lesen, sondern schwingen wir unsere Bodies in den vita club an die Geräte und ab geht die Post in Richtung aktiven und gesunden Lebensstil mit einem mehr an Bewegung. Die Krankenkassen wirds auch freuen ;-)!

Viel Spaß beim Training und bleibts gsund!

Quelle: Bouchard, C. (2001). Physical activity and health: introduction to the dose-response symposium. Medicine and Science in Sports and Exercise, 33(6), 347–350.
www.fgoe.org/presse-publikationen/downloads/forschung/bewegungsempfehlungen/2010-04-28.1864800615